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AZ / AN 01.02.2010 - Turnierende

Walheim und das Stück Fußballgeschichte

Aachen. Den finalen Akt beobachtete Mirko Braun von der ersten Reihe aus. Auf der Tribüne. Nicht, dass der neue Trainer von Hertha Walheim der anstehenden Siegerehrung allzu lange fernbleiben wollte. «Im Moment haben sich das einfach nur die Jungs verdient.»

Braun genoss den Triumph seiner «Jungs» bei der ersten Aachener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball, bei der die Aachener Zeitung Medienpartner und die Sparkasse Aachen Hauptsponsor war, lieber erst mal ganz ruhig. «Wir haben Geschichte geschrieben», stellte er nach dem spannenden Finaltag zufrieden fest, nachdem sich die Hertha den krassen Außenseiter VfR Forst im Finale mit 4:2 vom Leib gehalten hatte.

Zufrieden, das war auch Leo Pennings. Der Geschäftsführer von VfR Forst - mit Westwacht Aachen Ausrichter - brachte das Resümee nach zwei spannenden Wochenenden mit insgesamt 72 Spielen und 381 Toren merklich einfach auf den Punkt: «Der Fußball hat gewonnen.» Nun, das ist zwar durchaus richtig, aber neben dem Sieger aus dem Aachener Süden waren es vor allem Pennings Forster, die sich über zwei Wochenenden viele Sympathien erspielten und - wie etwa in ihrem letzten Endrundenspiel - auch so manches Mal erkämpften. So wurden mit Markus May und Adrian Walczak auch nicht zu unrecht zwei Forster zum Torhüter des Turniers und Torschützenkönig (sieben Tore) gewählt. Der dritte Platz ging unterdessen an Rhenania Richterich, die im «kleinen Finale» den DJK FV Haaren mit 4:3 in die Schranken wies.

Spannende Endrunde

Bereits der Auftakt der Endrunde lieferte den gut 300 Zuschauern einen spannenden Vorgeschmack auf das Finale. Auch wenn man mit Superlativen vorsichtig sein sollte: Für die Gruppe E war der Begriff «Todesgruppe» durchaus berechtigt, schließlich ermittelten unter anderem zwei Landes- und Bezirksligisten den Finalteilnehmer. Eins aus sechs lautete die magische Formel. Und die Zutaten? Nun, das waren wie immer die Tore. Und die fielen wie am Fließband, wobei dem FC Inde Hahn selbst zwei 8:1 und 6:1 Erfolge sowie insgesamt 19 geschossene Tore nicht ins Endspiel verhalfen. Dorthin katapultierte sich der Favorit aus der Nachbarschaft, Landesligist Hertha Walheim. Aus Gruppe F schaffte Mitausrichter VfR Forst den Sprung an die Tabellenspitze und ins Finale, als der Kreisligist in einem an Dramatik kaum zu überbietenden letzten Gruppenspiel Haaren in buchstäblich letzter Minute mit 4:2 schlug. Kurz vor Schluss lagen die Forster noch mit 1:2 zurück, der Traum vom Endspiel schien bereits geplatzt. Doch es kam anders.

Im letzten Spiel des Turniers, an dem 28 Teams an den letzten beiden Wochenenden teilnahmen, stieg schließlich das so ungleiche Duell, aus dem der Fußball und besonders der Pokal nun einmal seine Faszination bezieht: Favorit gegen Außenseiter, Landesliga gegen Kreisliga A, Pokalsammler gegen Ausrichter: Die Vorzeichen sprachen eine deutliche Sprache. Auch der Beginn des Spiels war, als Walheim durch zwei Tore von Heinz Putzier und Marvin Brauweiler schnell mit 2:0 führte. Als aber Kai Laschet den VfR in der letzten Minute der ersten Halbzeit wieder heranbrachte, war auch das Publikum sofort wieder da. Doch ein verwandelter Foul-Elfmeter von Michael Pyras kurz nach dem Seitenwechsel zerstörte den Titel-Traum des Außenseiters. Noch einmal Brauweiler zum 4:2 und abschließend Stefan Mioska markierten das Ende der ersten Meisterschaft im Hallenfußball. VfR-Trainer Claudio Scintu war zwar im ersten Moment enttäuscht über die verpasste Chance, «aber Walheim war einfach besser». Freuen konnte sich der VfR aber immerhin über einen Scheck von 900 Euro (Walheim als Sieger bekam 1000 Euro) aus der Hand von Sparkassen-Gebietsdirektor Andreas Kreitz und - was auch nicht zu verachten ist - jede Menge Sympathien.

Doch mit den insgesamt zwei Siegerpokalen ging in diesem Jahr nur eine Mannschaft nach Hause: «Wintermeister» Hertha Walheim, die Mirko Braun einen perfekten Einstand als Trainer ermöglichte.

AZ / AN 06.01.2010

Aachen. Es gehört zum Fußball und ganz speziell zu einer Auslosung einfach dazu, dieses Gefühl der knisternden Spannung, der Ungewissheit, die Zeit des Wartens. Gegen wen geht´s? Welchem Favoriten kann ich aus dem Weg gehen? Wie stehen die Chancen, im Turnier weit zu kommen?

 

Als Toni Geisler und Franziska Kreitz nach und nach die kleinen Zettel aus der Losbox ziehen und die Namen der Vereine verlesen werden, geht mehr als nur einmal ein Raunen durch das Sparkassen-Forum in der Kleinmarschierstraße. Blicke freudiger Erwartung wechseln sich mit leichtem Kopfschütteln ab. Das ist Fußball.

Die beiden «Losfeen», hier der Senior vom VfL 05 Aachen, dort die Tochter von Sparkassengebietsdirektor Andreas Kreitz, haben jedenfalls ganze Arbeit geleistet und der ersten Aachener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball schon vor dem ersten Anpfiff das wertvollste Prädikat verliehen, das ein Turnier besitzen kann: Spannung!

Auf der einen Seite stehen fast zwei Dutzend ambitionierte Kreisligisten, die sich in vier Vorrundengruppen zunächst in die Endrunde vorkämpfen müssen. Auf der anderen Seite warten die Bezirks- und Landesligisten, die ihrer Favoritenstellung gerecht werden wollen. Überraschungen scheinen also garantiert bei der «Winter-Meisterschaft», deren Medienpartner unsere Zeitung ist.

Das Konzept scheint also aufzugehen, das die Initiatoren dieses neuen Turniers, Leo Pennings (Geschäftsführer des VfR Forst), und Hans Peters (Fußballobmann von Westwacht Aachen) mit ihren Mitstreitern entwickelt haben. Nicht zuletzt, weil auch in der Sparkasse Aachen schnell ein verlässlicher Hauptsponsor gefunden war.

Am Wochenende 23./24. Januar rollt dann endlich der Ball in der Sporthalle an der Neuköllner Straße, 28 Mannschaften aus den Kreis-, Bezirks- und Landesligen messen sich bei der Premiere (siehe Graphik).

Die Jagd auf den Titel des Stadtmeisters verspricht gleich bei der ersten Auflage äußerst spannend zu werden, spektakulärer «Budenzauber» inklusive. Das Ambiente jedenfalls passt vorzüglich in den Rahmen.

«Die großen Sporthallen sind für ein solches Turnier wie gemacht», hofft Leo Pennings auf großen Besucherandrang. Auch Andreas Kreitz zeigt sich optimistisch: «Wir hoffen, dass die Hallenstadtmeisterschaft eine langfristige Veranstaltung wird», so der Fußballexperte des Hauptsponsors. Dem Gewinner winken 1000 Euro Siegprämie.

Pikantes Detail der Auslosung: Wie beim ebenfalls neu ausgetragenen von unserer Zeitung präsentierten Hallen-Cup, so treffen auch bei der ersten Hallenstadtmeisterschaft unter anderem die Lokalrivalen von Hertha Walheim und Inde Hahn aufeinander. Stellt sich doch glatt die Frage: Können sich die Inde-Kicker in der Endrunde (Sonntag, 31. Januar) für das verlorene Finale der Stadtmeisterschaft im Sommer 2009 revanchieren? Oder schaffen es gar andere, vermeintlich kleinere Vereine, die «Großen» zu ärgern und sich den prestigeträchtigen Titel des ersten Aachener Stadtmeisters im Hallenfußball zu sichern?

Fragen über Fragen, doch das ist ja auch das schöne am Fußball. Die Antwort aber kann - wie immer - nur auf dem Platz gegeben werden - auch wenn dieser komplett überdacht ist.

AZ / AN 24.12.2009

Manchmal müssen nur ein paar positiv Fußballverrückte zusammensitzen - und eine spannende Idee wird geboren. Diese Idee steht bereits kurz vor der Umsetzung: Die erste Aachener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Am Samstag, 23. Januar, wird die Premiere für die hiesige Fußballszene angepfiffen.


Die Fans können sich auf zwei Wochen mit spannenden Spielen der lokalen Teams freuen. Die Vorrunde findet statt am Wochenende 23./24. Januar, die Finalrunde am Sonntag, 31. Januar. Gemeinsam mit dem neuen Hallen-Cup am Jahreswechsel bekommt der Hallenfußball so ganz neue Impulse.

Fußballtrainer Frank Küntzeler, seinerzeit noch in Diensten der Aachener Westwacht, hatte beobachtet, dass in zahlreichen Nachbargemeinden längst eine Hallenstadtmeisterschaft mit großem Erfolg ausgerichtet wird. «Warum nicht auch in Aachen?», fragte er Hans Peters.

Der Fußball-Obmann von Westwacht war direkt Feuer und Flamme und fand in Leo Pennings, Geschäftsführer des VfR Forst, einen Mitstreiter. Als dann noch Westwacht-Urgestein Rudi Hommelsheim und der Forster Wolfgang Klein zusagten, war das Organisationsteam komplett.

«Uns war klar, dass die Wahl der richtigen Sporthalle von entscheidender Bedeutung ist», schildert Leo Pennings die nächste Hürde - die aber mit der Zusage seitens der Stadt für die Halle Neuköllner Straße schnell genommen war. Als Medienpartner ist unsere Zeitung mit im Boot, die alle wichtigen Informationen im Vorfeld transportieren und selbstverständlich über das Turnier berichten wird.

Prämien für die Jugendarbeit

Auch ein Sponsor war schnell gefunden. Die Sparkasse Aachen signalisierte sofort Bereitschaft - ähnlich wie bei der Fußball-Stadtmeisterschaft im Sommer -, als Hauptsponsor mitzuspielen. Allerdings mit einem Unterschied: Die erspielten Prämien für den Sieger und die Platzierten werden in die Jugendarbeit der Finalisten fließen, um so den Kickernachwuchs zu fördern.

Ähnlich wie das erfolgreiche Turnier im Sommer soll auch der Hallenwettbewerb eine Plattform bilden, auf der sich die jeweils ausrichtenden Vereine präsentieren können. Bislang ist angedacht, dass jeweils zwei Vereine die Ausrichtung in wechselndem Turnus übernehmen. Natürlich wird man bei der Premiere neue Erfahrungen sammeln, neue Fragen werden sich auftun.

Wer gegen wen?

Alle Teilnehmer können aber bereits jetzt einen Termin mit Rotstift in ihren Notizblock schreiben: Am Montag, 28. Dezember, findet um 18 Uhr die Auslosung statt. Dazu lädt der Hauptsponsor Sparkasse Aachen in sein Forum an der Kleinmarschierstraße 11-15 ein.

Zwei Vertreter der Glücksgöttin Fortuna sind bereits gefunden, um die Auslosung vorzunehmen: Toni Geisler vom VfL 05 wird als Senior die Vorrundenpartien ziehen, für die Hauptrunde übernimmt diesen Part Franziska Kreitz, die Tochter des Sparkassen-Gebietsdirektors Andreas Kreitz. Selbstverständlich ist die Auslosung auch eine Gelegenheit, um Fragen zu stellen und Anregungen zum dann vorgestellten Modus zu geben.